Online-Händler verschenken Umsatzchancen

Von | 15. Mai 2012 um 06:04 Uhr | Keine Kommentare | Tipps | Tags: ,

Die Versandkosten halten offenbar viele Verbraucher davon ab, ihre Weihnachtsgeschenke online zu kaufen. Doch viele Händler im Internet pochen auf die Gebühren und verschenken so möglichen Weihnachtsumsatz.

Zu diesem Ergebnis kommt der ECC-Konjunkturindex. Er zeigt, dass 80 Prozent der Online-Shopper bei kostenlosem Versand für das Weihnachtsshopping ins Internet wechseln würden. Während in den USA die meisten der Top-100-Webshops bereits seit Anfang November kostenfreie Lieferungen für Weihnachtsgeschenke anbieten, verzichten die deutschen Online-Händler verzichten jedoch weitgehend auf solche Angebote zum Fest. Nur knapp 30 Prozent der e-KIX- (ECC-Konjunkturindex Handel)-Teilnehmer gaben an, speziell zu Weihnachten den kostenlosen Versand anzubieten. 19,2 Prozent der Befragten bieten einen kostenlosen Standardversand ab einem bestimmten Mindestbestellwert anzubieten. Lediglich 1,8 Prozent der befragten Online-Shops erfreuen ihre Kunden mit kostenlosem Expressversand vor Weihnachten.

Ein deutlicher Fehler, wie die Befragung der Online-Shopper zeigt. So hat kein einziger der s-KIX ECC-(Konjunkturindex Shopper)-Teilnehmer angegeben, dass die Versandkosten das eigene Einkaufsverhalten nicht beeinflussen würden. 58 Prozent der Befragten auch kurzfristig noch im Internet Geschenke kaufen, sofern die Versandgebühren wegfallen würden. Knapp 80 Prozent würden bei kostenlosem Versand dem stationären Handel sogar den Rücken kehren und ins Internet wechseln. »Das Ergebnis zeigt, dass im Thema Versandkosten gerade kurz vor den Weihnachtsfeiertagen eine deutliche Stellschraube für den Umsatz liegt«, sagt Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln.

Generell sind die Händler hierzulande laut dem Handelsverband übrigens gut in die Weihnachtssaison 2011 gestartet. Knapp 30 Prozent der Webshop-Betreiber bewerten ihre aktuelle Geschäftslage positiv. 87,5 Prozent der Händler rechnen mit gleichbleibenden oder steigenden Umsätzen. Auch die Online-Dienstleister sind konstant mit ihren Ergebnissen zufrieden. Über die Hälfte bewertet die aktuelle Umsatzlage als gut oder sehr gut. Ob die Einschätzungen gerechtfertigt sind, soll die Auswertung des Weihnachtsgeschäfts Ende Dezember zeigen.

Quelle: crn.de

Der Autor

Thomas Urland

Jahrgang 1980, gelernter Kaufmann für Bürokommunikation. Seit 1994 Interesse an Website-Programmierung, daher im Jahr 2000 Weiterbildung zum Internetspezialist für Programmierung und Administration. Seit deren Gründung 2004 Inhaber der Firma IT-B@SICS.

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